Letztes Wochenende habe ich ein Seminar zum Thema, “lass deine Nahrung Heilmittel sein”, besucht. Ein Arzt vom Steinhuder Meer, hat sich mit dem Thema Ernährung und Nahrungsergänzung beschäftigt und das beste aus der traditionellen Chinesischen Medizin, dem Ayurveda und anderen gesunderhaltenden Rezepturen, zu besonderen medizinischen Nahrungsergänzungsmitteln zusammengefügt und für, besser gesagt gegen unterschiedliche Körperstörungen entwickelt. Damit kann ich meinen Körper unterstützen gesund und leistungsstark zu bleiben. Sensationell, wie ich finde!!

unter www.ethno-health.com/?ref=S5Gym44AovFgNntZ findest du mehr, falls dich das auch interessiert.

Sehr wichtig für ein gesundes Leben ist aber natürlich in erster Linie die vollwertige Ernährung. Diese sollte, nach Ansicht der traditionellen Chinesischen Medizin, wie auch der Ayurveda Medizin, möglichst kein oder sehr wenig tierisches Eiweiß enthalten (sprich kein Fleisch, kein Käse, kaum Fisch). Das tierische Eiweiß ist schwer zu verstoffwechseln und verstärkt entzündliche Prozesse im Körper. Das (moderne) Weizenmehl enthält sehr viel Gluten, damit hat die Verdauung ordentlich Arbeit und für unseren Körper bedeutet das einen Energieverlust, wir fühlen uns schlapp und träge nach dem Essen; umgekehrt sollte es ja eigentlich sein. Das sind nur wenige kurze Ausführungen über das Erlernte aus dem Seminar. Was aber tun bzw. was nun Essen statt des geliebten Käsebrötchens zum Frühstück…? Der Frühstücksbrei mit Früchten ist, laut Ayurveda, wie auch TCM, die Alternative. Im ersten Moment etwas ungewohnt, aber ich habe den Brei, trotz meiner Skepsis, sofort ausprobiert und koche mir nun artig jeden Morgen einen…und das geht so (Rezept für eine Person): In einen kleinen Topf gibst du etwas Kokosfett (Ghee oder auch einfach etwas Wasser). Das erhitzt du und schneidest einen halben mittelgroßen Apfel in kleine Stücke. Die Apfelstücke gibst du in das Fett, brätst sie 2 Minuten an und löscht alles mit 100 ml Wasser ab. Äpfel mit dem Wasser läßt du nochmals 1 Minute kochen und füllst sie danach in eine kleine Schale. Dann befüllst du den Topf erneut. Diese Mal mit 150 ml Wasser und 2 Eßlöffel Reisflocken  (oder Hirseflocken).  Während die Flocken 3-4 Minuten kochen, gibst du über dein Apfelkompott in der Schale, 1-2 Teelöffel Ahornsirup (oder Agavendicksaft), 1-2 Teelöffel gehackte Mandeln, etwas Vanilliezucker, eine Prise Anis. Zum Abschluß hebst du die gekochten Flocken darunter …und ratz fatz (es dauert kaum länger als das schmieren eines Käsebrötchens) fertig ist ein wirklich sehr leckerer Früstücksbrei…
Und statt abends Brot zu essen, habe ich mir flucks eine Maronensuppe bereitet…auch wieder im Handumdrehen: eine kleine Zwiebel würfeln, 2 Knoblauchzehen in kleine Stücke schneiden und in einem Teelöffel Kokosfett 2 Minuten dünsten. Danach mit 200 ml Wasser ablöschen und eine weitere Minute kochen. 200 Gramm Maronen (gibt´s fertig gegart im Supermarkt, sogar in Bioqualität) dazugeben und das Ganze mit einem Pürierstab sämig rühren (ca 2 Minuten). Einen Eßlöffel Sahne dazugeben, sowie mit Salz Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Danach nur noch genießen…

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Seit einem Jahr bekomme ich einmal wöchentlich eine “grüne Kiste” mit Biogemüse von einem kleinen Hof in meiner Nähe. Jede Woche eine nette Überraschung, denn die Verkäuferin Anne, gibt sich viel Mühe die Kiste abwechslungsreich zu gestalten. Ein Vollkornbrot, selbstgemachter Apfelsaft, Pilze, Salat und vieles mehr kommt über´s Jahr verteilt, jeden Freitag, zu mir nach Haus. Die Waren, das Gemüse stammt überwiegend von ihrem kleinen Biohof und ist das, was saisonal ansteht. Also kommt im Herbst und Winter überwiegend Kohl, Kartoffeln, Möhren und rote Bete zu mir nach Haus. Wenn ich etwas gar nicht mag, so Anne, dann kann ich es selbstverständlich abbestellen…das finde ich sehr nett von ihr, nehme dieses Angebot aber nur im aller nötigsten Ausnahmefall an. Schließlich weiss ich, wie schwierig es ist, im Winter, wenn nichts mehr wächst, die Kunden zufriedenzustellen und zu beliefern. Aus diesem eben genannten Grund bekam ich und nahm ich nun, 3 Wochen in Folge, rote Bete. Mein Gemüsefach war inzwischen voll davon und ich wusste zu Anfang nicht, was ich mit diesen Rüben anstellen sollte. Ich schob die roten Bete in meinem Kühlschrank hin und her und entschloss mich schlussendlich und kurz vor dem “Verfallsdatum”, sie zu verarbeiten. Gelesen hatte ich, dass rote Rüben viel Eisen und andere Mineralien enthalten. Besonders wichtig ist Eisen für Frauen, die ja wegen ihrer Periodenblutung, stets Eisen “auffüllen” sollten. Aber auch diejenigen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, können Eisen gut gebrauchen. Meinen roten Rüben ging es nun, wie folgt, an den Kragen: als erstes habe ich einen Apfel-rote Bete Smoothie daraus zubereitet: eine kleine Rübe gut waschen, Wurzel und Kraut entfernen, danach samt Schale grob würfeln, einen kleinen Apfel (ohne Kernhaus) ebenfalls grob würfeln, einen gehäuften Teelöffel Kokoschips, ein Stück frischen Ingwer, einen Teelöffel Honig, 100 ml Wasser (Rezept für zwei Personen). Das alles gibst du in einen Mixer (Smoothie Taste drücken) und nach ungefähr 3 Minuten Gepolter und Gemix ist das lecker, gesunde Brei-Getränk zum Verzehr (sehr gut zum Frühstück oder Mittagessen) bereit. Am nächsten Tag gab es zum Abendessen ein rote Bete Carpaccio. Dafür habe ich den 3 mittelgroßen Rüben wieder Wurzeln und Stiele entfernt, sie gut gewaschen und mit der Schale 10 Minuten bissfest gegart. Anschließend durften sie ganz in Ruhe abkühlen. Danach habe ich die rote Bete in dünne Scheiben geschnitten und auf einen Teller platziert. Olivenöl, etwas Salz und Balsamico darüber, sowie einen gestrichenen Eßlöffel geröstete Pinienkerne (Rezept für zwei Personen)…und fertig ist das Carpaccio. Wahlweise kannst du dünn geschnittene Zwiebelringe oder auch Avocadoscheiben oder Feldsalat dazugeben.

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Andere tolle Rezepte für die roten Rüben findest du bei
www.chefkoch.de